Die Grundlage des Ganztagsangebots der Auenbergschule ist  ein pädagogisches Konzept, bei dem  

  • Bedürfnisse und Wünsche von Grundschulkindern berücksichtigt werden
  • der Schulalltag so gestaltet ist, dass die Kinder Schule als „Lern– und Lebensort“ erfahren, der ihnen Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten über den Unterrichtsrahmen hinaus bietet
  • den Eltern eine große Verlässlichkeit für ihre Alltagsplanung geboten wird
  • der Arbeitsplatz Schule gestaltet wird, dass für alle Beteiligten berufliche Zufriedenheit entsteht.

Dieses Angebot kann daher nicht in der beliebigen Erweiterung der Unterrichtszeit in die Nachmittagsstunden bestehen, sondern berücksichtigt die Ergebnisse der Kindheitsforschung. (Kinderpanel des Deutschen Jugendinstituts)

Viele Untersuchungen über physiologische Leistungskurven bei Kindern und Jugendlichen zeigen, dass vormittags ein breiter Leistungsgipfel zu verzeichnen ist, gefolgt von einem länger andauernden Leistungsabfall am Mittag und noch später am Nachmittag. Deshalb ist ein rhythmischer Wechsel von herausfordernden, intensiven Tätigkeiten und Ruhe zum Erholen und Kraftschöpfen unbedingt notwendig. 

Aktuelle Forschungsergebnisse verweisen weiter darauf, dass der Umfang der Hausaufgaben keine oder sogar eine tendenziell negative Wirkung auf die Leistungsentwicklung der Schüler hat. Stattdessen kommt es auf die Qualität von Hausaufgaben, ihre Einbindung in den Unterricht und die Hausaufgabenbetreuung an. Aus diesem Grund ist eine veränderte Hausaufgabenkultur Bestandteil des pädagogischen Konzeptes der Auenbergschule. Lernzeit wird in den Unterricht integriert, dabei wird der Erkenntnis Rechnung getragen, dass regelmäßiges kürzeres Üben effektiver ist, als längeres aber unregelmäßiges Üben.

Durch das Erlernen und Trainieren von Lern- und Arbeitstechniken sollen die Schülerinnen und Schüler auf ein lebenslanges, selbständiges Lernen vorbereitet werden, wobei sie beginnen, Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen.

Als Hausaufgaben bleiben (nach Einführung während der Lernzeit oder im Unterricht) meistens längerfristig: Lernen von Gedichten, Kopfrechnen, Einmaleins-Reihen, Übungen zur Festigung und Vertiefung des Grundwortschatzes, Leseaufgaben, Forscheraufträge, Interviews u.Ä. sowie Materialbeschaffungen,  insbesondere für den Sachunterricht.

Das Ganztagsangebot kann von allen Kindern der Auenbergschule ab dem 2. Halbjahr des 1. Schuljahres genutzt werden. Alle Kinder können außerdem das Betreuungsangebot des Schulträgers nutzen.

Die verstärkte Einbeziehung der Eltern ist vorgesehen. Als mögliche Anbieter von AGs im Schulgarten, Lesepaten usw. können sie das pädagogische Angebot erweitern. Gleichzeitig soll durch die Mitentscheidung und Mitgestaltung bei der Entwicklung des Ganztagsangebots ihre Mitverantwortung gestärkt werden.

Wenn die Kinder auch am Nachmittag in der Schule bleiben, sind Transparenz und gute Kommunikation besonders notwendig. So sind  die Eltern gehalten, mit ihren Kindern die vergangene Schulwoche zu reflektieren. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler auch an das eigenständige Dokumentieren ihrer Lernfortschritte herangeführt. Eltern und Kinder besprechen am Wochenende die folgende Schulwoche und vermerken die Teilnahme am Essen und den Betreuungsangeboten im Hausaufgabenheft. Listen mit den gewählten Ganztagsangeboten hängen außerdem für alle gut sichtbar aus.

Die Beteiligung der Schüler/innen am Konzept erfolgt durch die Einbeziehung der Wünsche für Angebote aber auch durch den Schülerrat, der u.a. die Regeln für die Nutzung der unterschiedlichen Räumlichkeiten  erarbeitet.

Das bisherige tägliche Betreuungsangebot des Landkreises ist auch weiterhin unverzichtbar und bietet den Schülerinnen und Schülern, sowie den Eltern  eine sehr gute Ergänzung zum Ganztagsangebot des Landes.