Aus der Volksschule Odershausen wird die Auenbergschule

Unser Schulgebäude hat im Laufe seiner fast hundertjährigen Geschichte schon einige Veränderungen erfahren. Es wurde 1912 als Ersatz für die zu klein gewordene und reparaturbedürftige Schule, die sich neben der alten Kirche befand, errichtet. Zunächst gab es einen großen Schulsaal (den heutigen Werk- und Küchenraum) und eine Lehrerwohnung. Im Keller wurden Duschen für Kinder und Dorfbevölkerung eingerichtet. Nach Norden begrenzte ein freistehendes Stall- und Scheunengebäude den Schulhof. Dahinter lag ein großer Obst- und Nutzgarten. Nachdem die Schülerzahlen so angestiegen waren, dass vormittags die Oberstufe und nachmittags die Unterstufe unterrichtet werden musste, wurde 1937 noch ein Raum angebaut. (Für die Auenbergschule ursprünglich als Aula bzw. Musikraum umgestaltet, dann als Betreuungsraum genutzt, ist er inzwischen wieder Klassenraum.)

1980 wurden die Schulen Braunau und Odershausen zu Grundschulen für die Walddörfer. Infolge der steigenden Schülerzahlen wurde weiterer Raum benötigt. Daher baute man 1990 das Erdgeschoss der ehemaligen Lehrerwohnung für Unterrichtszwecke um. Es wurden ein kleiner Klassenraum und ein kleiner Gruppenraum geschaffen. Im oberen Stockwerk entstanden Lehrerzimmer und Sammlungsräume. Da die Schülerzahlen weiter stiegen, das gemeinsame Arbeiten an zwei Standorten schwierig war und sich die Schule in Braunau baulich in einem schlechten Zustand befand, beantragten Kollegium und Eltern die Zusammenlegung beider Schulstandorte, verbunden mit einer Erweiterung des bestehenden Gebäudes. Das Ergebnis unserer Wünsche ist die Auenbergschule.

Da sich Schüler- und Klassenzahlen, pädagogische Wünsche und Erwartungen an die Schule ständig ändern, verändern sich damit auch die Ansprüche an Schulgebäude und –gelände. Mit baulichen Maßnahmen und Improvisationstalent versuchen Schulträger und Lehrerinnen die Räumlichkeiten den jeweiligen Notwendigkeiten anzupassen.