Was macht der Schülerrat?

In der Auenbergschule gibt es einen Schülerrat, der viermal pro Schuljahr tagt. Die Klassensprecher* aus den Klassenstufen 2, 3 und 4 treffen sich, um gemeinsam Probleme zu besprechen und das Schulleben mitzugestalten. Bei jedem Treffen wird zu Beginn entschieden, wer das Gespräch moderiert, die Zeit im Blick behält und das Protokoll schreibt. Anschließend können aktuelle Anliegen besprochen werden. Dabei diskutieren wir verschiedene Meinungen, suchen Lösungen und treffen Vereinbarungen. Die Ergebnisse werden dann im Klassenrat berichtet.

*Die Klassensprecher werden von ihren Mitschülern einmal im Jahr geheim gewählt. Der Lehrer entscheidet dabei nicht mit.

 

Abstimmung Fußballzeiten

An unserer Schule dürfen die Dritt- und Viertklässler in der ersten Pause, die Erst- und Zeitklässler in der zweiten Pause Fußball spielen. Da es aber immer wieder mal Beschwerden über die Regelung der Fußballzeiten gab, haben wir uns im Schülerrat überlegt, vor den Herbstferien 2015 eine schulweite Abstimmung durchzuführen.

Alle Klassensprecher haben in ihren Klassen gefragt, ob die Fußballzeiten so bleiben sollen wie sie sind, oder ob alle Kinder gemeinsam spielen sollen. Hier ist nun das Ergebnis der Befragung:

 

Die bisherige Regelung bleibt also bestehen.

von links:

Fr. Schultze-Ueberhorst, Fr. Duhme (Konrektorin komm.),

Fr. Schreckert (Schulleiterin), Fr. Monstadt, Fr. Schwickerath

Die Grundlage des Ganztagsangebots der Auenbergschule ist  ein pädagogisches Konzept, bei dem

  • Bedürfnisse und Wünsche von Grundschulkindern berücksichtigt werden
  • der Schulalltag so gestaltet ist, dass die Kinder Schule als „Lern– und Lebensort“ erfahren, der ihnen Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten über den Unterrichtsrahmen hinaus bietet
  • den Eltern eine große Verlässlichkeit für ihre Alltagsplanung geboten wird
  • der Arbeitsplatz Schule gestaltet wird, dass für alle Beteiligten berufliche Zufriedenheit entsteht.

Dieses Angebot kann daher nicht in der beliebigen Erweiterung der Unterrichtszeit in die Nachmittagsstunden bestehen, sondern berücksichtigt die Ergebnisse der Kindheitsforschung. (Kinderpanel des Deutschen Jugendinstituts)

Viele Untersuchungen über physiologische Leistungskurven bei Kindern und Jugendlichen zeigen, dass vormittags ein breiter Leistungsgipfel zu verzeichnen ist, gefolgt von einem länger andauernden Leistungsabfall am Mittag und noch später am Nachmittag. Deshalb ist ein rhythmischer Wechsel von herausfordernden, intensiven Tätigkeiten und Ruhe zum Erholen und Kraftschöpfen unbedingt notwendig.

Die Arbeitsgemeinschaften können von allen Kindern der Auenbergschule ab dem 2. Halbjahr des 1. Schuljahres besucht werden. Alle Kinder können außerdem das Betreuungsangebot des Schulträgers nutzen.

Wenn die Kinder auch am Nachmittag in der Schule bleiben, sind Transparenz und gute Kommunikation besonders notwendig. So sind die Eltern gehalten, mit ihren Kindern die vergangene Schulwoche anhand des Lernplans zu reflektieren.  Eltern und Kinder besprechen am Wochenende die folgende Schulwoche und vermerken die Teilnahme am Essen und den Betreuungsangeboten im Hausaufgabenheft. Listen mit den gewählten Ganztagsangeboten hängen außerdem für alle gut sichtbar aus.

Die Beteiligung der Schüler/innen am Konzept erfolgt durch die Einbeziehung der Wünsche für Angebote aber auch durch den Schülerrat.

Das bisherige tägliche Betreuungsangebot des Landkreises ist auch weiterhin unverzichtbar und bietet den Schülerinnen und Schülern, sowie den Eltern  eine sehr gute Ergänzung zum Ganztagsangebot des Landes.

Im Erdgeschoss befindet sich unsere Küche. Hier wird das Essen vorbereitet, ausgegeben und eingenommen. Frau Hollmann stellt wöchentlich einen gesunden und schmackhaften Speiseplan zusammen, der unter anderem auch die Wünsche der Kinder berücksichtigt. Zudem achtet Sie auf eine entspannte Atmosphäre während des Essens, welche von Ritualen und Regeln geprägt ist.

Die Anmeldung zum Essen kann täglich bis 11 Uhr erfolgen. Ein Mittagessen mit Getränk und Nachtisch kostet aktuell 3,50 €. Die Teilnahme am Mittagessen ist für alle Kinder verpflichtend, die über den Vormittag hinaus bei uns bleiben und zwischenzeitlich nicht nach Hause gehen können.

Unser Computerraum ist mit 10 Rechnern ausgestattet. Der Schulträger hat die Rechner mit Lern-Software ausgestattet, die in den unterschiedlichen Fächern genutzt werden kann. Über die Suchmaschine „blinde kuh“ haben die Kinder Zugang zum Internet und können den PC damit zur gezielten Recherche nutzen. Der Fachunterricht wird durch solche Beiträge sinnvoll ergänzt. Im Unterricht sollen Computerkenner und Computerneulinge gemeinsam am PC arbeiten, womit auch die soziale Komponente des Helfens und Unterstützens geschult wird. Im Rahmen der Leseförderung nutzen wir gern das Leseprogramm der Internetplattform „Antolin“. Mit Hilfe eines Passwortes hat jedes Kind Zugang zu „Antolin“. Wenn es personell möglich ist, wird eine PC – AG angeboten.

Die Begeisterung für Bücher und die Vermittlung der Freude am Lesen liegt unserer Schule sehr am Herzen. Daher sind wir stolz in unserer Bücherei den Kindern eine vielfältige Auswahl an Büchern und Zeitschriften bieten zu können. Neben vielen Kinderbuchklassikern verfügt die Bücherei über interessante Sachbücher zu unterschiedlichen Themen. Somit wird die Bücherei auch während des Unterrichts zu Recherchezwecken aufgesucht.

Nach zwei Um-, An- und Ausbauphasen verfügt das Schulhaus z. Zt. über

  • 6 gleichgroße Klassenräume
  • 1 Mehrzweckraum (früher Küche und Werkraum), z. Zt. Küche und Essensraum
  • 1 Raum, der sich durch eine bewegliche Wand zum Flur öffnen lässt
  • 1 Bücherei
  • 1 Computerraum mit 10 Arbeitsplätzen
  • 1 Lehrmittelraum
  • diverse Kellerräume
  • 1 Lehrerzimmer
  • Sekretariat
  • Büro der Schulleitung
  • Turnhalle in ca. 300m Entfernung

Alle Klassenzimmer sind so angelegt, dass es nicht schwer fällt, aus ihnen gemeinsam mit den Kindern wohnliche Räume und Lernwerkstätten zu gestalten. In allen Räumen findet man neues Mobiliar und alte Möbelstücke. Wie bei den unterschiedlichen Gebäudeteilen soll auch hier Alt und Neu harmonisch ineinander übergehen.

Durch die vielen Fenster und Glaselemente wirkt das Gebäude licht und transparent. Auch die Farben, die neben dem Weiß der Wände vorherrschen – Gelb, Rot und Grau – tragen zur Helligkeit und Freundlichkeit des Gesamteindruckes bei.

Da sich die Schülerzahlen so entwickelten, dass eine fast durchgehende Zweizügigkeit zu erwarten war, beantragten wir beim Landkreis 1999 den Ausbau des alten Dachbodens zu zwei weiteren Unterrichtsräumen.

Im Frühjahr 2003 konnten sie mit einem Schulfest eingeweiht werden. Einer der Räume wurde zunächst als Klassenraum genutzt, der andere als Betreuungsraum. Inzwischen hat sich ihre Nutzung völlig geändert. Aus dem zu kleinen Klassenraum wurde ein Computerraum mit zehn Arbeitsplätzen, die mit dem Lehrerarbeitsplatz vernetzt sind. Im anderen Raum des ausgebauten Dachgeschosses wurde 2005 die Bücherei eingerichtet. Gleichzeitig dient dieser Raum als Musik- und Gruppenraum.

Im ursprünglichen ersten Klassenzimmer des Altbaus befindet sich ein großer Mehrzweckraum. Er wurde zunächst so ausgestattet, dass er gleichzeitig als Küche und Werkraum genutzt werden konnte. Nachdem sieben Klassenräume benötigt wurden, diente  er als Betreuungsraum, in dem auch das Mittagessen eingenommen wurde. Inzwischen kann er nur noch bis ca. 11 Uhr für Unterrichtszwecke genutzt werden, da hier das Essen gegart, ausgegeben und eingenommen wird. 

Ein großes Anliegen der gesamten Schulgemeinde war der Bau einer neuen Turnhalle in Schulnähe. Bis dahin mussten Kinder und Sportlehrerinnen mit dem Bus zur Enseschule fahren. Breite Unterstützung für den Bau der Halle kam von den Ortsbeiräten und allen Vereinen. Da sich die Stadt Bad Wildungen an den Baukosten beteiligte, ging dieser große gemeinsame Wunsch mit der Einweihung der Turnhalle im Februar 2005 in Erfüllung. Im Juni feierten Schule und Vereine ein gemeinsames Schul- und Dorffest. Seit ihrer Einweihung wird die Eineinhalbfelder-Turnhalle intensiv von der Schule, dem Kindergarten und den Vereinen genutzt.

Der Schulhof mit den alten Linden bietet Gelegenheit zum Laufen und zum Ballspielen. Bei trockenem Wetter wird in den Pausen der Schulgarten genutzt. Er wurde im Rahmen der Umweltschule gemeinsam mit einer Gartenarchitektin, Eltern und Kindern geplant, angelegt und bepflanzt.

Aus der Volksschule Odershausen wird die Auenbergschule

Unser Schulgebäude hat im Laufe seiner fast hundertjährigen Geschichte schon einige Veränderungen erfahren. Es wurde 1912 als Ersatz für die zu klein gewordene und reparaturbedürftige Schule, die sich neben der alten Kirche befand, errichtet. Zunächst gab es einen großen Schulsaal (den heutigen Werk- und Küchenraum) und eine Lehrerwohnung. Im Keller wurden Duschen für Kinder und Dorfbevölkerung eingerichtet. Nach Norden begrenzte ein freistehendes Stall- und Scheunengebäude den Schulhof. Dahinter lag ein großer Obst- und Nutzgarten. Nachdem die Schülerzahlen so angestiegen waren, dass vormittags die Oberstufe und nachmittags die Unterstufe unterrichtet werden musste, wurde 1937 noch ein Raum angebaut. (Für die Auenbergschule ursprünglich als Aula bzw. Musikraum umgestaltet, dann als Betreuungsraum genutzt, ist er inzwischen wieder Klassenraum.)

1980 wurden die Schulen Braunau und Odershausen zu Grundschulen für die Walddörfer. Infolge der steigenden Schülerzahlen wurde weiterer Raum benötigt. Daher baute man 1990 das Erdgeschoss der ehemaligen Lehrerwohnung für Unterrichtszwecke um. Es wurden ein kleiner Klassenraum und ein kleiner Gruppenraum geschaffen. Im oberen Stockwerk entstanden Lehrerzimmer und Sammlungsräume. Da die Schülerzahlen weiter stiegen, das gemeinsame Arbeiten an zwei Standorten schwierig war und sich die Schule in Braunau baulich in einem schlechten Zustand befand, beantragten Kollegium und Eltern die Zusammenlegung beider Schulstandorte, verbunden mit einer Erweiterung des bestehenden Gebäudes. Das Ergebnis unserer Wünsche ist die Auenbergschule.

Da sich Schüler- und Klassenzahlen, pädagogische Wünsche und Erwartungen an die Schule ständig ändern, verändern sich damit auch die Ansprüche an Schulgebäude und –gelände. Mit baulichen Maßnahmen und Improvisationstalent versuchen Schulträger und Lehrerinnen die Räumlichkeiten den jeweiligen Notwendigkeiten anzupassen.